Ein paar Pfadfinderbegriffe

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Term Definition
Christliche Pfadfinderschaft Deutschland

Männlicher Vorgängerbund des VCP. Entstanden 1921 durch Erklärung der Neudietendorfer Grundsätze aus Pfadfindergruppen innerhalb der Evangelischen Jungmännerbünde und des CVJM. 1929 hatte die CPD etwa 6.000 Mitglieder. Sie trat 1919 auch zeitweise dem DPV bei (bis Frühjahr 1930), verließ ihn aber wieder nachdem feststand, daß der DPV ein geschlossener Verband werden sollte. Dadurch behielt sie vorerst ihre Selbständigkeit. 1933 trat sie erneut in den DPV ein, wurde aber kurz darauf in die Hitlerjugend zwangseingegliedert. Im Juni 1937 wurde sie dann offiziell verboten, nachdem ihre erwachsenen Mitglieder vorher noch im kirlichen Bereich arbeiten durften. Schon kurz nach dem Krieg wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Die CPD fusionierte mit dem BCP und dem EMP 1973 zum Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP). Zum Teil verließen einige Gruppen nach der Umwandlung den VCP wieder, um die CPD am 01.05.1976 wiederzugründen. Somit konnten Traditionen bewahrt werden, die im VCP größtenteils verloren gegangen wären (z.B. Knappen und Späher). 1982 teilte sich die CPD de facto in die CPD und die CP 1921 auf. Seit dem 28. April 1996 aber sind CPD und CP21 wieder vereint. Das Treffen dazu fand in St. Goarshausen statt. Die CPD ist evangelisches Mitglied im Deutschen Pfadfinderring (DPR).

Condor

Erklärung folgt in Kürze.

Conference Internationale Catholique du Scoutisme (CICS)

Internationale Katholische Konferenz des Pfadfindertums. Arbeitsgemeinschaft der katholischen Pfadfinder(innen)verbände innerhalb von WOSM und WAGGGS. Deutsche Mitglieder sind DPSG und PSG.

Conference on Christianity in Guiding and Scouting (CCGS)

Zusammenschluß europäischer protestantischer Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände in WAGGGS und WOSM. Deutsches Mitglied ist der VCP.

Crystal Palace Rally

Am 4. September 1909 ausgetragene Pfadfinderrally in Londons Crystal Palace. 11.000 Pfadfinder nahmen daran teil. Erstmals traten hier Pfadfinderinnen in die Öffentlichkeit.

Desch Dörfle

Name des Bundeslagers des DPBMs im Jahre 1994. Das Lager war bisher das einzige Bundeslager, das in Deutschland stattfand, nämlich im Schwarzwald.

Deutsche Freischar

Am 30.11.1925 schlossen sich zwei , ehemals aus dem DPB kommenden, Bünde nämlich die Neupfadfinder und der Bund der Ringpfadfinder zum "Großdeutschen Pfadfinderbund" (GDP) zusammen. Ein Jahr später kam noch der Altwandervogel und der "Wandervogel Deutscher Jugendbund" hinzu. Man nannte sich dann "Bund der Wandervögel und Pfadfinder". Ab April 1927 schließlich "Deutsche Freischar". Dadurch waren Wandervögel und Pfadfinder vereint und der Bund umfaßte 1930 etwa 12.000 Mitglieder.

Deutsche Jungenschaft 1.11 (dj 1.11)

1929 aus der Bündischen Jugend hervorgegangene Vereinigung.

Deutsche Pfadfinder e.V. (DP e.V.)

Am 21.06.1970 gegründeter Dachverband für Pfadfinder die den BDP verließen. 1971 Annäherung an den Deutschen Pfadfinderbund (DPB) und dann Gründung des DPV.

Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG)

Am 07.10.1929 als katholischer Pfadfinderbund in Altenberg offiziell gegründet umfaßte sie bereits 1930 etwa 800 Mitglieder in 23 Stämmen, 1931 sollen es schon 2000 Pfadfinder in 180 Stämmen gewesen sein. Im Gegensatz zu vielen anderen Jugendverbänden konnte sich die DPSG in der Nazizeit bis 1938 als "Gemeinschaft Sankt Georg" gegen die Übernahme durch die Hitlerjugend behaupten, da sie unter dem Schutz der Kirche stand. Damit läßt sich auch der starke Mitgliederzuwachs bis 1938 begründen. Am 06.02.1938 wurde sie von den Nazis aufgelöst. Nach dem Krieg wurde die Arbeit wieder aufgenommen. In den Jahren zwischen 1965 und 1982 machte die DPSG einige interne Veränderungen (Reformen) durch, die den Verband bis heute prägen. Diese Reformen führten v.a. in der ersten Zeit zu einem starken Mitgliederschwund und begünstigte später z.B. die Gründung der Katholischen Pfadfinderschaft Europas (KPE). Die DPSG ist heute der größte Pfadfinderverband in Deutschland mit etwa 120.000 Mitgliedern bundesweit. In ihr können nun auch Pfadfinderinnen Mitglied werden. Sie ist Mitglied im RdP und hat damit auch die internationale Anerkennung durch die WOSM. Sie ist auch Mitglied im Bund der katholischen Jugend (BDKJ). Im kirchlichen Bereich vertreten in der CICS. Zeichen der DPSG ist die Kreuzlilie.

Deutsche Waldjugend (DWJ)

Die Deutsche Waldjugend (DWJ) ist eine Naturschutz-/ Jugendorganisation, deren Mitglieder bundesweit in den Ortsgruppen für die Belange und den Erhalt der Natur eintreten. Aber auch Lager, Fahrten und viele andere Aktivitaeten werden durchgeführt. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Deutschen Wanderjugend (DWJ).

Deutscher Bund für Jugendwanderungen (DB)

Jugendbund. Entstand durch Abspaltung vom Altwandervogel (AW) im Jahr 1907. Seine Forderungen an die Wandervogelbewegung waren, das Wandern für alle Stände (Aufnahme von Volksschülern in die Bewegung), die Aufnahme von Mädchen, satzungsmäßiges Verbot von Alkohol und Nikotin und die Wiederherstellung der Einheit der Wandervogelbewegung auf diesen Grundsätzen. Rasche Verbreitung auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Arbeitet intensiv auf die Einigung der Wandervogelbewegung hin. Tritt 1911 dem Verband Deutscher Wandervögel und 1913 geschlossen dem "Wandervogel, Bund für deutsches Jugendwandern, e.V." (Einigungsbund) bei.

Deutscher Pfadfinderbund (DPB)

Gegründet am 18.01.1911 mit Sitz in Berlin. Erster Reichsfeldmeister (Bundesführer) war Maximilan Bayer. Bestimmte bis zum Ende des I.Weltkrieges das Pfadfindertum in Deutschland wesentlich. Geschätzte Mitgliederzahl (1914) etwa 90.000. In der Anfangszeit des Pfadfindertums in Deutschland war die Arbeit eher militaristisch geprägt. Die für Baden-Powell wichtige Übernahme von Verantwortung durch Jugendliche war dadurch nicht möglich. Mit dem Wandervogel hatte das Pfadfindertum damals wenig zu tun. Nach dem I.Weltkrieg nahm die Zahl der Mitglieder im DPB stetig ab. Durch Abspaltung einiger Gruppen entstand eine Vielzahl kleinerer Gruppierungen, von denen die meisten ohne Bedeutung blieben. Im Jahr 1971 erfolgte eine Annäherung des DPB an den DP e.V. und dann die Gründung des DPV durch die Fusion der beiden Bünde

Deutscher Pfadfinderbund für junge Mädchen e.V.

siehe: -> Bund deutscher Pfadfinderinnen

Deutscher Pfadfinderbund Mosaik

Früher Deutscher Pfadfinderbund Westmark, selbständiger Pfadfinderbund nach 1945. Um das Jahr 1970 hatte er starken Zuwachs durch Gruppen und Stämme, die aus dem Bund Deutscher Pfadfinder (BDP) austraten und überwechselten. 
Im Januar 1988 wurde der Name in Deutscher Pfadfinderbund Mosaik geändert. Er ist in vielen Bundesländern vertreten und Mitglied im DPV, die meisten Stämme sind im Großraum Köln angesiedelt.

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